poniedziałek, 6 kwietnia 2026

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 1 von 3 (nach W. Reimann)

 

Die Tobmazen im Hochwalde

Nach Erzählungen alter Leute trieb die Tobmazen, ein gespenstiges Weibsbild, auf großer, schöner Wiese im Klappertale des Hochwaldes ihr Unwesen. Sie stand bei den Bewohnern der Umgegend in dem Rufe, dass sie unartige und unfolgsame Kinder entführe und in ihrer unzugänglichen geheimen Wohnung verborgen halte. Daher war sie ein Schrecken der Kinder und Eltern. Sie soll von Leuten, die ihre Wiese unterhalb des Sonnenwirbels bei Mondenschein überschritten, in weißer Gestalt gesehen worden sein. Ihre Kleider und ihre Wäsche breitete sie auf der Wiese aus oder hängte sie auf einer Leine hoch auf. Nahte ein Mensch, um alles zu betrachten, so verschwand alles vor seinen Augen, dabei hörte er ein gellendes Gelächter mit krächzender Stimme, und ein donnerähnliches Rollen im Walde. Umzogen den Hochwald Wolken und Nebelschleier, dann meinten die Leute, die Tobmazen braut Unheil in ihrer Küche, es wird sich das Wetter ändern.

Quelle ---> W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 252


OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)

 

PDF-Version