środa, 15 kwietnia 2026

Indykator rozładowania akumulatora

Proste, sprawdzone i skuteczne. Zielona dioda LED świeci się cały czas i sygnalizuje działanie układu nadzorującego poziom napięcia akumulatora. Czerwona dioda LED zapala się dopiero w momencie, kiedy napięcie akumulatora spadnie do poziomu ustalonego potencjometrem (np. 10.7 ... 11V).


Powyższa koncepcja łatwo daje się wykorzystać w ramach bardzo wielu zastosowań praktycznych. Początkowa kalibracja poprzez podłączenie zasilacza z regulowanym poziomem napięcia.


Polecam!


(Marcin Perliński)

wtorek, 14 kwietnia 2026

Rychonkowe szkolnictwo w roku 1943, czyli ostatnie podrygi

Dość istotny artefakt historyczny dla osób zainteresowanych dawną historią Dzierżoniowa ...





Zachęcam do prowadzenia dalszych badań, porównywania z mapą, wyciągania wniosków związanych z ideogolizacją i nowomową typową dla tamtej dość mrocznej epoki.

 

(Marcin Perliński) 

poniedziałek, 13 kwietnia 2026

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 4 von 4 (nach W. Reimann)

Die Waldarbeiter und die Tobmazen

Zwei Holzschläger im Hochwalde saßen während der Mittagspause auf einem Holzstamme in der Waldlichtung. Sie verzehrten ihr Mittagsbrot und erzählten von ihren Familien. Der eine beklagte es, dass seine Frau schon lange ein krankes Kind pflegen müsse, mit dem es nicht besser werden wolle. Die anderen Kinder hätten deshalb gar nicht die rechte Pflege und Erziehung. Der andere dagegen erzählte freudigen Herzens, seine Frau und seine Kinder seien gesund und fröhlich und guten Mutes; eine seiner Töchter sei gestern zum Tanz gewesen und werde übermorgen sich mit ihrem Bräutigam verheiraten, dann werde die ganze Familie eine fröhliche Hochzeit feiern.

Während sie so miteinander redeten, kam von der Seite her aus dem Walde eine Frauengestalt in langem Gewände, kurzem Überhang und einem Federhut auf dem Kopfe. Am Arme trug sie ein Körbchen. Still trat sie an die beiden Männer heran, langte in den Korb und reichte jedem der Männer einen Tannenzapfen, wobei sie sprach: „Wendet damit euer Schicksal!" Alsdann ging sie weiter. Der erste der Männer besah den Zapfen und steckte ihn in seine Tasche. Der andere warf den seinen mit einer spöttischen Bemerkung der Gestalt nach. Als sie abends daheim ankamen, fand der erste sein krankes Kind wieder gesund. Sein Leid war in Freude verkehrt. Des anderen Tochter, die Braut, war die Treppe heruntergefallen und hatte Arm und Bein gebrochen. Seine Freude und sein Übermut waren in Trauer gekehrt worden. Die Leute, die davon hörten, meinten, das Weibsbild im Walde sei die Tobmazen gewesen.


Quelle ---> W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 264


OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)

 

PDF-Version

 die Tobmazen ---> auch: Tobmezen, Tobmaze, Tobmeze = das Buschweibel (eine Art Berghexe/Waldhexe, manchmal auch als Fee bezeichnet)
 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

 

 

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 3 von 4 (nach W. Reimann)

 Die Tobmazen und die Kinder


Im Hochwalde wohnt schon seit langer Zeit die Tobmazen, eine Waldfee, die zu manchen Zeiten sich sehen lässt, meist aber nicht sichtbar ist. Sie hat im großen Walde drei Wohnstuben, nämlich: einen Steinbruch, ein Waldesdickicht und eine grüne Wiese. Gute, fleißige und folgsame Kinder, die beim Holzlesen oder Pilze- und Beerensuchen im Walde sich verirren und nicht wieder nach Hause finden, die sucht sie auf und führt sie an der Hand in ihre gute Stube, das ist auf die grüne Wiese, wo Blumen blühen und Erdbeeren wachsen. Dort dürfen die Kinder im Grase lagern oder auf der Wiese spazieren gehen, Blumen pflücken und Erdbeeren essen. Sagen dann die Kinder: „Ich danke schön!" so führt sie dieselben auf die Straße, auf der sie nach Hause finden. Zu manchen Zeiten kommt die Tobmazen in die nahegelegenen Dörfer und achtet auf die Kinder, ob diese artig oder unartig sind. Ungezogene Kinder, die da lügen, fluchen und den Eltern nicht folgen, verschleppt sie in den Wald in den Steinbruch, wo es kalt ist. Dort müssen die Kinder auf spitzen Steinen sitzen und zusehen, wie Kröten, Molche, Käfer und Schlangen um sie herum spazieren. Als Nahrung bekommen sie nur Pilze und grüne Pflanzenblätter. Faule und unartige Kinder und solche, die gern naschen, verschleppt sie in das Waldesdickicht. Dort müssen sie auf blanker Erde hocken und die Nadeln des Tannenbaumes zählen, und wenn sie sich verzählen, müssen sie wieder bei Nr. 1 anfangen. Als Mahlzeit reicht ihnen die Tobmazen einen Tannenzapfen, aus dem sie die Samenkerne mit den Fingern herausschälen, wie das Eichhörnchen es macht, wenn es die Kerne essen will. 

Bei finsterer Nacht hören die Kinder im Walde in den Wipfeln der Bäume den Wind heulen und den Uhu schreien, und wenn es regnet, werden sie nicht bloß nass, sondern sie frieren auch. Bessern sich die bösen Kinder und nehmen sie sich vor, den Eltern zu folgen, und gute Kinder zu werden, dann schenkt ihnen die Waldfee Zuckerbrot. Sobald die Kinder davon essen, schlafen sie ein, und wenn sie erwachen, liegen sie daheim in ihrem Bettchen.


 

Quelle --->

W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 263/264



OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)


 
 
 die Tobmazen ---> auch: Tobmezen, Tobmaze, Tobmeze = das Buschweibel (eine Art Berghexe/Waldhexe, manchmal auch als Fee bezeichnet) 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

  


niedziela, 12 kwietnia 2026

Langenbielaus letzte Zuckungen (1943)

Stadt Langenbielau

(Geschichtliches)


Langenbielau ist eine Stadt mit 20 000 Einwohnern, die sich aus einem alten schlesischen Reihendorf — dem früher größten Dorf Preußens — zu einer Stadt entwickelt hat. Sie ist stolz, aus einem alten schlesischen Reihendorf entstanden zu sein, weil sie damit ein Kind der großen deutschen Wiederbesiedlung des Ostens darstellt, denn germanische Volksstämme waren es, die einstmals Langenbielaus Feldfluren besiedelten und einteilten.

Schon frühzeitig entwickelte sich in Langenbielau das uralte Weberhandwerk. Fast jeder Bauer betrieb früher nebenbei dieses Handwerk, und es ist erklärlich, dass neben den Erträgnissen der Landwirtschaft sich die Weberei als Haupterwerbsquelle erwies; ja, dass die Weberei langsam alle anderen Erwerbsmöglichkeiten überdeckte. Auf einer alten Tradition fußend, entwickelte somit Langenbielau eine äußerst rührige und große Textilindustrie und ist der Sitz der Weltfirma Christian Dierig AG. Der größte Teil der Bevölkerung Langenbielaus findet seinen Lohn in der Industrie. Wer aber denkt, dass Langenbielau dadurch eine Fabrikstadt mit rauchenden Schornsteinen und verrußten Häusern ist, ist falsch unterrichtet. Es ist der Stolz der Langenbielauer, dass sich die Stadt dem Gebirge harmonisch anpasst und einen sauberen Eindruck macht. Grünanlagen laden überall zur Ruhe ein und bieten dem Auge schöne Anblicke. Ein stadteigener und gutgepflegter Park mit Gondelteich und einem großen Freibad, der Herrleinberg, die Steinhäuser und das „Goldene Sieb“ sind bekannte und immer wieder gern besuchte Erholungsstätten. Wer ein weit entfernteres Ziel im Auge hat, kann von Langenbielau aus bequem den Gebirgskamm erreichen, denn der oberste Ortsteil liegt inmitten der Berge, und viele Straßen und Wege führen von hier aus in die weitere Umgebung Langenbielaus. Aussichtstürme auf den verschiedenen Gipfeln der Berge lassen uns einen Blick nach Langenbielau und in das weite schlesische Land hineintun. Halbtags- und Tagestouren zeigen uns die ganze Fülle der Naturschönheiten des Eulengebirges.

Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer laden das Gebirge und Langenbielau ein, sondern auch im Winter, wenn dichter Schnee die Berge bedeckt und damit dem Rodel- und Schisport die größten Möglichkeiten bietet.

Der Größe Langenbielaus entsprechend sind auch die kulturellen und sonstigen Einrichtungen. Vier große Volksschulen sind am Ort vorhanden. Die Horst-Wessel-Oberschule ist eine voll ausgebaute Lehranstalt und gibt die Möglichkeit, jedem Kind eine gute Schulausbildung fürs Leben zukommen zu lassen. Wöchentlich besuchen rund 2000 Schüler die hiesige Städtische Berufsschule, wo Lehrlinge praktische und theoretische Kenntnisse für das Leben sammeln. Entsprechend dem Rufe als Industriestadt besitzt Langenbielau die größte Sachschule für Textilindustrie des Ostens, die in Tages- und Abendkursen auf dem Gebiete der Färberei, Weberei und Schneiderei den jungen Menschen schult. Nicht nur Langenbielauer besuchen diese Schule, sondern auch Schülerinnen aus den entferntesten Teilen des Reiches.

Es vereint Langenbielau in sich nicht nur die Möglichkeiten des Stadtlebens, sondern auch die der Erholung in der näheren und weiteren Umgebung. Auch sonst ist in Langenbielau alles vorhanden, was zur Fortbildung und Erholung des Menschen dient.


 

Quelle: „Einwohnerbuch der Stadt und des Kreises Reichenbach (Eulengebirge)“, Breslau 1943, S. 106 ... 107 

Texterkennung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln: Marcin Perliński (2026)

 

PDF-Version

 


czwartek, 9 kwietnia 2026

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 2 von 4 (nach W. Reimann)

Das Buschweibel


Von dem Buschweibel, der Tobmazen, erzählen Leute, die um den Hochwald wohnen, Gutes und Böses. Die, welche Böses von ihr erzählen, sagen: Sie ist eine hässliche Alte mit zerrauftem Haar und zerrissenen Kleidern und einem Krückenstock in der Hand. Die Hirten insbesondere können nur mit Abscheu von ihr erzählen, denn gar häufig melkt sie ihnen auf der Weide die Kühe aus, und mancher Hirte wurde von ihr, wenn er vor Müdigkeit auf eine Viertelstunde eingeschlafen war, äußerst unsanft mit dem Krückenstocke geweckt. Den Kindern, die im Walde Beeren pflücken, nimmt sie diese weg und zerschlägt ihnen die Gefäße. Sie dient darum auch als Schreckmittel bei unfolgsamen Kindern. 
 
Peter

 

Bergverwalter August Teichmann in dem benachbarten Hermsdorf hat der Tobmazen ein Poem gewidmet, das in seiner ursprünglichen Form hier folgen mag:

 

Die Tobmazen
 

Willst du genießen reine Luft
Ohn' jegliche Beschwerde,
Erhole dich im Waldesduft,
Such auf das Plätzchen Erde! —
Zum Hochwald lenke deinen Lauf,
Wenn heiter scheint die Sonne,
Du findest in der Sagenwelt
Viel Reiz und manche Wonne!
Hier gibt es eine Sage noch,
Die uns nicht ging verloren,
Entstammet nicht aus Wotans Zeit,
Weil später sie geboren.
Wem wär' die Kunde nicht bekannt
Von jenem Frauenbilde,
Vor dem die Kleinen oft gewarnt,
Obgleich sein Antlitz milde? —
Tobmazen nennt die alte Zeit
Die Heldin, die kein Riese,
Sie haust und schafft noch ohne Ruh
Auf ihrer schönen Wiese.
Sie bleicht noch heut' auf breiter Flur
Die Wäsche und die Kleider.
Kommst du ihr nah, bleibt keine Spur,
Denn alles schwindet, — leider!
Wenn unter Knaben einer war,
Der manchmal nicht parierte,
Würd' mit der Mazen ihm gedroht,
Die Kinder gern entführte.
Ob irgend eine Wirklichkeit
Der Fama liegt zu Grunde,
Dafür gibt unser Standesamt
Nicht die geringste Kunde.
So kann man Unbekanntes kaum
Vom Märchen niederschreiben,
Die Zeit treibt ernst' und heit'res Spiel
Und so wird's immer bleiben. —
Vielleicht, dass unserm Laisebach
Entsteigen dann Novellen!
Wenn statt der dicken schwarzen Flut,
Einst sprudeln Silberwellen!
Bis dahin aber wollen wir
Uns in Geduld noch fügen,
Erzählen von der Mazen hier
Zu unserem Vergnügen!
Die Tobmazen und die Kinder. 

 

 

Quelle ---> W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 262/263

 

OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)

 

PDF-Version

 

die Tobmazen ---> auch: Tobmezen, Tobmaze, Tobmeze = das Buschweibel (eine Art Berghexe/Waldhexe, manchmal auch als Fee bezeichnet) 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

  


 


środa, 8 kwietnia 2026

Języka zwalczanego sposobu nauki kolejna rekomendacja — bardzo dobry materiał jest w bibliotekach i antykwariatach

W nawiązaniu do tegoż otoż starszego blogowpisu. Pan Mikołaj Czyrko dobrał sobie kumatego współautora i poszerzył, a także udoskonalił poprzednie wydanie, zmieniając tytuł oraz doprowadzając całość do niewątpliwej perfekcji (są pełne klucze itd.), dzięki czemu uzyskujemy spójny system samokształceniowy.

Kolejny materiał wydano bezpośrednio w ZSRR jako samouczek do nauki języka rosyjskiego dla Polaków. Autorką jest Serafina Chawronina, światowej sławy specjalistka od glottodydaktyki i ogólnie rozumianego językoznawstwa. Zwracam uwagę na fakt, że jej materiał w stopniu maksymalnym odwołuje się do codziennej praktycznej mowy potocznej i również jest kompletny pod względem kluczy, tłumaczeń, słowniczków itd.

Proponuję poszukać w lepszych bibliotekach, na rynku antykwarycznym lub w niezależnych zasobach hostujących.

 

Z pełnymi rekomendacjami!

 

(Marcin Perliński)