niedziela, 12 kwietnia 2026

Langenbielaus letzte Zuckungen (1943)

Stadt Langenbielau

(Geschichtliches)


Langenbielau ist eine Stadt mit 20 000 Einwohnern, die sich aus einem alten schlesischen Reihendorf — dem früher größten Dorf Preußens — zu einer Stadt entwickelt hat. Sie ist stolz, aus einem alten schlesischen Reihendorf entstanden zu sein, weil sie damit ein Kind der großen deutschen Wiederbesiedlung des Ostens darstellt, denn germanische Volksstämme waren es, die einstmals Langenbielaus Feldfluren besiedelten und einteilten.

Schon frühzeitig entwickelte sich in Langenbielau das uralte Weberhandwerk. Fast jeder Bauer betrieb früher nebenbei dieses Handwerk, und es ist erklärlich, dass neben den Erträgnissen der Landwirtschaft sich die Weberei als Haupterwerbsquelle erwies; ja, dass die Weberei langsam alle anderen Erwerbsmöglichkeiten überdeckte. Auf einer alten Tradition fußend, entwickelte somit Langenbielau eine äußerst rührige und große Textilindustrie und ist der Sitz der Weltfirma Christian Dierig AG. Der größte Teil der Bevölkerung Langenbielaus findet seinen Lohn in der Industrie. Wer aber denkt, dass Langenbielau dadurch eine Fabrikstadt mit rauchenden Schornsteinen und verrußten Häusern ist, ist falsch unterrichtet. Es ist der Stolz der Langenbielauer, dass sich die Stadt dem Gebirge harmonisch anpasst und einen sauberen Eindruck macht. Grünanlagen laden überall zur Ruhe ein und bieten dem Auge schöne Anblicke. Ein stadteigener und gutgepflegter Park mit Gondelteich und einem großen Freibad, der Herrleinberg, die Steinhäuser und das „Goldene Sieb“ sind bekannte und immer wieder gern besuchte Erholungsstätten. Wer ein weit entfernteres Ziel im Auge hat, kann von Langenbielau aus bequem den Gebirgskamm erreichen, denn der oberste Ortsteil liegt inmitten der Berge, und viele Straßen und Wege führen von hier aus in die weitere Umgebung Langenbielaus. Aussichtstürme auf den verschiedenen Gipfeln der Berge lassen uns einen Blick nach Langenbielau und in das weite schlesische Land hineintun. Halbtags- und Tagestouren zeigen uns die ganze Fülle der Naturschönheiten des Eulengebirges.

Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer laden das Gebirge und Langenbielau ein, sondern auch im Winter, wenn dichter Schnee die Berge bedeckt und damit dem Rodel- und Schisport die größten Möglichkeiten bietet.

Der Größe Langenbielaus entsprechend sind auch die kulturellen und sonstigen Einrichtungen. Vier große Volksschulen sind am Ort vorhanden. Die Horst-Wessel-Oberschule ist eine voll ausgebaute Lehranstalt und gibt die Möglichkeit, jedem Kind eine gute Schulausbildung fürs Leben zukommen zu lassen. Wöchentlich besuchen rund 2000 Schüler die hiesige Städtische Berufsschule, wo Lehrlinge praktische und theoretische Kenntnisse für das Leben sammeln. Entsprechend dem Rufe als Industriestadt besitzt Langenbielau die größte Sachschule für Textilindustrie des Ostens, die in Tages- und Abendkursen auf dem Gebiete der Färberei, Weberei und Schneiderei den jungen Menschen schult. Nicht nur Langenbielauer besuchen diese Schule, sondern auch Schülerinnen aus den entferntesten Teilen des Reiches.

Es vereint Langenbielau in sich nicht nur die Möglichkeiten des Stadtlebens, sondern auch die der Erholung in der näheren und weiteren Umgebung. Auch sonst ist in Langenbielau alles vorhanden, was zur Fortbildung und Erholung des Menschen dient.


 

Quelle: „Einwohnerbuch der Stadt und des Kreises Reichenbach (Eulengebirge)“, Breslau 1943, S. 106 ... 107 

Texterkennung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln: Marcin Perliński (2026)

 

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czwartek, 9 kwietnia 2026

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 2 von 3 (nach W. Reimann)

Das Buschweibel


Von dem Buschweibel, der Tobmazen, erzählen Leute, die um den Hochwald wohnen, Gutes und Böses. Die, welche Böses von ihr erzählen, sagen: Sie ist eine hässliche Alte mit zerrauftem Haar und zerrissenen Kleidern und einem Krückenstock in der Hand. Die Hirten insbesondere können nur mit Abscheu von ihr erzählen, denn gar häufig melkt sie ihnen auf der Weide die Kühe aus, und mancher Hirte wurde von ihr, wenn er vor Müdigkeit auf eine Viertelstunde eingeschlafen war, äußerst unsanft mit dem Krückenstocke geweckt. Den Kindern, die im Walde Beeren pflücken, nimmt sie diese weg und zerschlägt ihnen die Gefäße. Sie dient darum auch als Schreckmittel bei unfolgsamen Kindern. 
 
Peter

 

Bergverwalter August Teichmann in dem benachbarten Hermsdorf hat der Tobmazen ein Poem gewidmet, das in seiner ursprünglichen Form hier folgen mag:

 

Die Tobmazen
 

Willst du genießen reine Luft
Ohn' jegliche Beschwerde,
Erhole dich im Waldesduft,
Such auf das Plätzchen Erde! —
Zum Hochwald lenke deinen Lauf,
Wenn heiter scheint die Sonne,
Du findest in der Sagenwelt
Viel Reiz und manche Wonne!
Hier gibt es eine Sage noch,
Die uns nicht ging verloren,
Entstammet nicht aus Wotans Zeit,
Weil später sie geboren.
Wem wär' die Kunde nicht bekannt
Von jenem Frauenbilde,
Vor dem die Kleinen oft gewarnt,
Obgleich sein Antlitz milde? —
Tobmazen nennt die alte Zeit
Die Heldin, die kein Riese,
Sie haust und schafft noch ohne Ruh
Auf ihrer schönen Wiese.
Sie bleicht noch heut' auf breiter Flur
Die Wäsche und die Kleider.
Kommst du ihr nah, bleibt keine Spur,
Denn alles schwindet, — leider!
Wenn unter Knaben einer war,
Der manchmal nicht parierte,
Würd' mit der Mazen ihm gedroht,
Die Kinder gern entführte.
Ob irgend eine Wirklichkeit
Der Fama liegt zu Grunde,
Dafür gibt unser Standesamt
Nicht die geringste Kunde.
So kann man Unbekanntes kaum
Vom Märchen niederschreiben,
Die Zeit treibt ernst' und heit'res Spiel
Und so wird's immer bleiben. —
Vielleicht, dass unserm Laisebach
Entsteigen dann Novellen!
Wenn statt der dicken schwarzen Flut,
Einst sprudeln Silberwellen!
Bis dahin aber wollen wir
Uns in Geduld noch fügen,
Erzählen von der Mazen hier
Zu unserem Vergnügen!
Die Tobmazen und die Kinder. 

 

 

Quelle ---> W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 262/263

 

OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)

 

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die Tobmazen ---> auch: Tobmezen, Tobmaze, Tobmeze = das Buschweibel (eine Art Berghexe/Waldhexe)   


 


środa, 8 kwietnia 2026

Języka zwalczanego sposobu nauki kolejna rekomendacja — bardzo dobry materiał jest w bibliotekach i antykwariatach

W nawiązaniu do tegoż otoż starszego blogowpisu. Pan Mikołaj Czyrko dobrał sobie kumatego współautora i poszerzył, a także udoskonalił poprzednie wydanie, zmieniając tytuł oraz doprowadzając całość do niewątpliwej perfekcji (są pełne klucze itd.), dzięki czemu uzyskujemy spójny system samokształceniowy.

Kolejny materiał wydano bezpośrednio w ZSRR jako samouczek do nauki języka rosyjskiego dla Polaków. Autorką jest Serafina Chawronina, światowej sławy specjalistka od glottodydaktyki i ogólnie rozumianego językoznawstwa. Zwracam uwagę na fakt, że jej materiał w stopniu maksymalnym odwołuje się do codziennej praktycznej mowy potocznej i również jest kompletny pod względem kluczy, tłumaczeń, słowniczków itd.

Proponuję poszukać w lepszych bibliotekach, na rynku antykwarycznym lub w niezależnych zasobach hostujących.

 

Z pełnymi rekomendacjami!

 

(Marcin Perliński)  

poniedziałek, 6 kwietnia 2026

"Die Tobmazen im Hochwalde", Teil 1 von 3 (nach W. Reimann)

 

Die Tobmazen im Hochwalde

Nach Erzählungen alter Leute trieb die Tobmazen, ein gespenstiges Weibsbild, auf großer, schöner Wiese im Klappertale des Hochwaldes ihr Unwesen. Sie stand bei den Bewohnern der Umgegend in dem Rufe, dass sie unartige und unfolgsame Kinder entführe und in ihrer unzugänglichen geheimen Wohnung verborgen halte. Daher war sie ein Schrecken der Kinder und Eltern. Sie soll von Leuten, die ihre Wiese unterhalb des Sonnenwirbels bei Mondenschein überschritten, in weißer Gestalt gesehen worden sein. Ihre Kleider und ihre Wäsche breitete sie auf der Wiese aus oder hängte sie auf einer Leine hoch auf. Nahte ein Mensch, um alles zu betrachten, so verschwand alles vor seinen Augen, dabei hörte er ein gellendes Gelächter mit krächzender Stimme, und ein donnerähnliches Rollen im Walde. Umzogen den Hochwald Wolken und Nebelschleier, dann meinten die Leute, die Tobmazen braut Unheil in ihrer Küche, es wird sich das Wetter ändern.

Quelle ---> W. Reimann "Geschichte und Sagen der Burgen und Städte im Kreise Waldenburg" (1882/1908), Seite 262


OCR-Verarbeitung und Anpassung an neue Rechtschreibregeln ---> Marcin Perliński (2026)

 

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die Tobmazen ---> auch: Tobmezen, Tobmaze, Tobmeze = das Buschweibel (eine Art Berghexe/Waldhexe)





wtorek, 24 marca 2026

Cäsar Olearius 1821—1901 (starosta 1851—1897)

Syn aptekarzy z DDZ, był starostą powiatowym przez aż 46 lat, przyczynił się do rozbudowy i rozkwitu infrastruktury regionu (= zagęszczenie linii kolejowych, poszerzenie sieci dróg i szlaków turystycznych, chodników, górskich schronisk, przemysłu, gazyfikacji, kanalizacji, wodociągów, budownictwa komunalnego, handlu i rzemiosła w okresie najbardziej intensywnej rewolucji przemysłowej). Cesarz Wilhelm II w roku 1900 za wybitne zasługi nadał mu tytuł szlachecki, więc w ostatnim roku życia Olearius był już "vonem".

Facet skutecznie współpracował z przemysłowcami i hurtownikami (np. z Otto Bachem), posiadaczami ziemskimi (np. z Hermannem von Richthofenem z Mościska, Stolbergami-Wernigerode z Pieszyc i okolic, rodziną von Moltke z Krzyżowej, Sandreckimi-Sandraschütz/Seydlitzami-Sandreczki z Bielawy itd.), administracją miejską (np. z burmistrzem Paulem Koslikiem), dobrze znał się z pastorstwem Weinholdów (oraz oczywiście z samym profesorem Karlem Weinholdem).

Okres jego studiów wiąże się nierozerwalnie z gildiami uniwersyteckimi, popijawami, biesiadami, wyjazdami integracyjnymi, śpiewami/śpiewnikami*, pojedynkami i wszystkim tym, co kojarzono z ówczesnym barwnym korporacyjnym życiem studenckim na uczelniach wyższych Niemiec i pozostałej Europy. Wbrew powszechnej obiegowej opinii stowarzyszenia tego typu zajmowały się nie tylko libacjami, ale i bardzo aktywną działalnością polityczno-patriotyczno-intelektualną, intensywnie umacniającą sposób życia i bycia w duchu wilhelminizmu.

* niewielkie kieszonkowe studenckie śpiewniki-książeczki noszone zawsze przy sobie, w języku polskim ktoś bardzo pomysłowo i trafnie nazwał je "wydrzyryjkami"

przykład studenckiego "wydrzyryjka" (wydanie 1897)

przykład studenckiego "wydrzyryjka" (wydanie 1897)

 

 

biogram (DE)

przykładowy "wydrzyryjek"

 

(Marcin Perliński)  

środa, 18 marca 2026

Rychonkowy Bithornek (1815—1865)

Ferdinand Bithorn to trzecia pod względem "słynności" (po Karlu Weinholdzie i Biance Blume) ultraznamienita osobistość z Dzierżoniowa. Człowiek tenże żył w latach 1815—1865. Wybitny malarz-historysta (= tzw. Szkoła Düsseldorfska), członek Klubu Nazarejczyków, zasłynął także jako uznany portrecista. Urodził się, zmarł i mieszkał w Dzierżoniowie. Przez kilka lat swojego życia przebywał i działał również w Rzymie. Jego oryginalne dzieła osiągają aktualnie ceny na poziomie tysięcy euro, ale bywają też reprodukcje dostępne za ułamek tej kwoty, które może sobie nabyć każdy przeciętny obywatel.  

 Zwracam uwagę na działalność Bithorna w stowarzyszeniu "Museum" (= porównaj z kroniką Ericha Hassego) oraz na fakt, że znany dzierżoniowski kupiec i filantrop Johann Gottlieb Göhlig (Göhlich*) ufundował obraz dla dzierżoniowskiego ewangelickiego "kościoła Langhansa" (ołtarz główny), którego namalowanie zlecono właśnie Bithornowi. Obecny obraz wbudowany w ołtarz główny MMK (= ten sam kościół po przekazaniu go katolikom) nie jest tym samym dziełem, ponieważ w okolicach roku 1982/1983 zainstalowano tamże zupełnie inne płótno, przeniesione z innej świątyni katolickiej. Nie wiemy więc dokładnie, co stało się z pierwotnym "ołtarzowym" malowidłem Bithorna ---> być może obraz gdzieś się jeszcze zachował. Ksiądz Stanisław Majda (1940—2008) już nie żyje i nie ma się kogo o to zapytać.

* na tablicy nagrobnej (= Cmentarz Sadebecka) znajdował się napis "Karl Gottlieb Göhlich"
"Das Mutterglück", uprostokątniona "reprodukcja dla mas", niby niedrogo 
(12 euro plus dość kosztowna przesyłka z Europy Zachodniej)

"Das Mutterglück", 
oryginał (podobnoż) w przedziale cenowym 7k ... 10k euro


Najprawdopodobniej jedyna archiwalna fotka, na której przedstawiono oryginalny pierwotny obraz Bithorna (kościół ewangelicki, obecnie MMK)



 (Marcin Perliński) 

wtorek, 17 marca 2026

Hauptlehrer Ernst Zöfelt (Kreis Reichenbach im Eulengebirge) über die Vertreibung

Der aus dem niederschlesischen Kreis Reichenbach vertriebene Hauptlehrer Ernst Zöfelt berichtete, wie die Briten den Deutschen mit genauen Informationen und Fürsorge das Gefühl gaben, wieder als Menschen angesehen zu werden:


«Auf einer Zusammenkunft aller Wagenältesten in Kohlfurt wurde uns von den Briten mitgeteilt:


Erstens: Der Zug wird nach der Provinz Hannover, also nach Niedersachsen, weitergeleitet, wo wir in ein bis zwei Tagen anlangen.


Zweitens: Für eine gerechte Verteilung der vorhandenen und zusätzlich ausgegebenen Lebensmittel sind die Wagenältesten verantwortlich.


Drittens: Die Verpflegung muss noch für vier Tage ausreichen.


Viertens: Alle Kinder bis zu zwei Jahren und über zwei Jahre sind festzustellen zwecks Zuteilung von Trockenmilch. Für Kleinstkinder findet sich beim «Roten Kreuz» Badegelegenheit.


Fünftens: Den einzelnen Wagen werden noch Deutsche zugewiesen, die sich bis Kohlfurt durchgeschlagen haben und englischen Schutz in Anspruch nehmen.


Sechstens: Eine Trennung von Familien ist verboten. Zurückhaltung von Familienangehörigen durch die Polen ist zu melden.


Siebtens: Im Büro der englischen Kommission sind schriftliche Beschwerden einzureichen in folgenden Fällen:


a) Wenn für die Evakuierung zu wenig Zeit zur Verfügung stand,


b) Wenn Plünderungen, Erpressungen und körperliche Misshandlungen vorgekommen sind,


c) Wenn zu lange Anmärsche verlangt worden waren, und dabei die Benutzung von Handwagen unterbleiben musste.»


Ernst Zöfelt über die Wirkung dieser Mitteilung auf die Vertriebenen:


«Befreit atmeten alle auf. Nun hatte alle Bedrückung und Schikane und Unruhe ein Ende. Der Zug setzte sich wieder in Bewegung. Wir überfuhren die Neisse. Die Polenherrschaft lag hinter uns.»



Quelle: Günter Böddeker „Die Flüchtlinge — die Vertreibung der Deutschen im Osten”, Herbig-Verlag, München 1995 (fünfte Auflage), S. 305


Ernst Zöfelt war Hauptlehrer und Kantor in Groß Kniegnitz, wohnte allerdings in der Försterei in Prauß (Haus Nr. 26).



aus der Sammlung von Marcin Perliński (2026)

 

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Prauß = Kołaczów