wtorek, 19 maja 2026

Ćwiczenia w czytaniu pisma Sütterlina 1/10

 




Große Hoffnungen


Leipzig, 5. Dezember 1935.


Lieber Werner!

Was Du mir in Deinem letzten Brief geschrieben hast, ist für mich eine freudige Überraschung gewesen. Ich denke seit der letzten Woche immer nur daran, wie schön es ist, wenn man im Leben weiter kommen. Jetzt noch ein paar Monate fleißiger Arbeit, und Du hast Deine Lehrlingszeit hinter Dir. Dann steht Dir die Welt offen und die Zukunft liegt im hellen Lichte vor Dir. Mit dem Stipendium, das Dir die Adlerwerke geben, kannst Du drei Jahre auf einem Technikum fleißig und in Ruhe arbeiten. An gutem Willen, an Ausdauer und Tatkraft wird es Dir gewiß nicht fehlen. Weißt Du schon, in welcher Stadt Du ein Technikum besuchen wirst? Oder mußt Du in der Nähe von Frankfurt bleiben? Was sagen denn Deine Eltern zu diesen schönen Plänen? Auch ich kann Dir heute etwas Neues von mir erzählen, etwas, was mir selbst große Freude gemacht hat. Mein Modellkleid, das meine Firma auf die große Modeschau gebracht hat, hat den zweiten Preis bekommen. Alle in unserem Modehaus haben mir gratuliert. Frau Steckner hat mir ein nettes Geschenk gemacht. Und ein Reporter hat der Firma versprochen, das Bild in der „Eleganten Welt“ zu bringen. Sieh Dir die nächste Nummer der „Eleganten Welt“ genau an, und sage mir, ob Dir mein Modell gefallen hat. Aber nimm Dir auch unserer Schneiderinnenberuf nicht zu leicht: es gehört — außer Nadel und Faden — ein gutes Auge, viel Phantasie und ein guter Geschmack dazu. Tante Köpke läßt Dich herzlich grüßen und Dir viel Glück wünschen. Ach, was hat sie sich gefreut! 

Mit vielen herzliche  Grüßen

Deine Erna 

 

Przykłady szkolne, kaligraficzne, czyli takie, które są najłatwiejsze.

 

Przeczytaj chociaż raz! 

 

(Marcin Perliński) 

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